Soulflat Records:

 

Seit Anfang 1999 haben wir nun auch unser eigenes kleines Plattenlabel. Auf "Soulflat" haben wir die erste offizielle, deutsche Northern-Soul-Reissue herausgebracht. Inzwischen sind vier Soulflat Singles erhältlich.
Zu den Titeln der ersten beiden Singles erfahrt Ihr mehr in der folgenden Plattenkritik, die von niemand geringerem als Carsten Fox (Soul Experience) stammt:

"Der beste Beweis dafür, daß nicht nur Inselaffen oder Amis in der Lage sind, gute und vorallem auch legale Northern Soul "Reissues" zu veröffentlichen, sind die Erscheinungen von Champ´s hauseigenem Label "Soulflat".

The Crampton Sisters - "Baby Baby" b/w Donald Height - "Can´t trust your best Friend" (SF1):

Zwar nicht mehr ganz so neu, aber nach wie vor in der Rollerszene recht angesagt ist die erste Single auf dem "Soulflat"-Label. Durch beständiges Auflegen innerhalb der letzten Jahre hat sich vorallem die A-Seite der Crampton Sisters zu einem wahren Floorfiller auf den Tanzflächen der Nighter und Rallies entwickelt. "Baby Baby" ist excellenter Mid- to Uptempo Girliesound aus dem Jahre 1966. Das Stück beginnt mit einem prägnanten Saxophon-Intro. Die sich anschließenden Gesangsharmonien und der zuckersüße Text laden einwandfrei zum Mitsingen ein, während der Rhytmus und der großartige Break der Bass-Section in die Beine fährt. Zu bekommen ist dieser ehemalige 100 Club Biggie der späten Achziger übrigens auch auf Kent No. 11 - Soul Class of ´66.

Meine persönlichen Favoriten (was natürlich völlig unmaßgeblich ist) findet man allerdings mit Donald Height´s "You can´t trust your best Friend" auf der B-Seite der Single. Bei dem 1964 auf "Old Town 1165" erschienenen Stück handelt es sich um eine geniale Beatballade mit dem für Mr. Height typischen Gesangsstil, der sich bestens mit Chuck Jackson (der Einfachheit halber) vergleichen lässt. Das Lied hat einfach alles, was eine Beatballade braucht und ist im Original eben auch deshalb nicht unter 100 Pfund zu bekommen. Für alle 7inch Muffel ist auch dieser Titel wiedereinmal auf einer Kent LP erhältlich (Kent No. 64 - Think smart Soul Stirrers).


Kenny Roberts - "Run like the Devil" b/w D. Clark - "That's my Girl" (SF2):

Bei der zweiten Single des "Soulflat"-Labels hat sich Champ ganz offensichtlich an der Szene orientiert, indem er mit "Run like the Devil" und "That's my Girl" zwei der populärsten Titel der letzten Jahre wiederveröffentlicht.
Kenny Roberts´ im Jahre 1966 auf Pye (Pye 7N17054) erschienenes "Run like the Devil" ist ein British Soul Stormer der Extraklasse, der eigentlich keiner Beschreibung bedarf. Blue Eyed Soul, der die anzfläche erbeben lässt und als Original so etwa mit 30-40 Pfund zu Buche schlägt. Für alle Digitalfetischisten ist der Titel auch auf der "Sequel"-CD "Dance like the Devil" zu bekommen.

Auf der anderen Seite der Scheibe findet man (vorausgesetzt man dreht sie um ;o)) Dee Clark´s "That´s my Girl", einen Wigan Casino Oldie, der sowohl der Northern-, Mod- und Rollerszene gleichsam an Popularität in den vergangenen Jahren mächtig zugelegt hat und sich zum totsicheren Floorfiller entwickelt hat. Ebenso extravagant wie einprägsam durch die ungewöhnliche Instrumentierung in Form einer Querflöte. Erstmals veröffentlicht auf dem Chicagoer Label "Constellation" (C-113) muss man, je nachdem ob man ein blaues oder gelbes Issue, oder aber ein weißes Demo dieses Klassikers aus der "Windy City" erwerben möchte, mit bis zu 50 Pfund etwas tiefer in die Tasche greifen. Auch diesmal den Querverweis für Compact-Disc-Freunde: GoldmineCD89 "Wigan Forever"."

Auf der dritten Soulflat-Single finden sich nun zwei ganz besonders beliebte und gesuchte Northern Soul Titel, die immer wieder alle Tanzflächen füllen.

SF03 "Soft Walking", Freddie Houston und "Crook his little Finger", Ann Heyward

Die vierte und neueste Soulflat-Single kommt in neuem Label-Design aber in gewohnter Qualität. Wieder wurde ein Midtempo und ein Uptempo Hit ausgewählt. Dabei handelt es sich diesmal um zwei Titel, die bislang nur wenigen bekannt waren, jedoch das Zeug zum großen Hit haben.

SF04 neu "I've got to get over", Syl Johnson & "Hey little Girl", Charles Mann

 

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